Nachdenken bringt‘s

Chaos, Streit, Spaltung, Parteiwechsel – was ist nur los mit den Grünen? Glaubt man der medialen Berichterstattung ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Selbstauflösung. Zunächst der sechste, dann der achte Bezirk und jetzt auch noch ein Grüner Bundesrat – das einzige womit sich Grüne beschäftigen: mit sich selbst. Nichts scheint angeblichen Qualitätsblättern ebenso wie Boulevard- und Gratiszeitungen erwähnenswerter als angebliche Querelen innerhalb der Grünen.

Es liegt mir fern zu glauben, ein Blogbeitrag könnte diesem Trend Einhalt gebieten. Dennoch erlaube ich mir einmal einen gänzlich anderen Blick auf die Entwicklungen der letzten Monate.

Cui bono? Wem nützt diese Art der Berichterstattung?

Tatsache ist: in zwei von 23 Bezirken akzeptiert eine Handvoll Menschen das Ergebnis demokratischer Wahlen nicht. Jetzt treten sie mit eigenen Listen an.

Tatsache ist: vor sieben Monaten erhält der Grüne Bundesrat Stefan Schennach in seinem Heimatbezirk Döbling nicht die notwendige 2/3 Mehrheit für seine fünfte Wiederkandidatur als Bezirksrat. Dennoch arbeitet er zwischenzeitlich in wesentlicher Funktion an der Wahlkampfplanung der Wiener Grünen und erhält so Einblick in die gesamte Vorbereitung. Ein Monat vor der Wahl wechselt er zur SPÖ.

Tatsache ist auch: für uns Grüne ist das nicht angenehm. Doch rechtfertigt dies von Chaos, Streit und Spaltung zu sprechen. Haben sich die inhaltlichen Positionen der Grünen deshalb verändert? Geht ein Riss durch die Partei? Ist es schwerer geworden zu erkennen wofür die Grünen stehen? Dreimal Nein.

Dennoch erhalten Menschen, deren Bekanntheitsgrad außerhalb ihres Wirkungskreises größtenteils gegen Null tendiert plötzlich jede Menge mediale Aufmerksamkeit. Weshalb?

Ein kurzer Blick an den Beginn der Wirtschaftskrise

Vollmundig versprechen PolitikerInnen jeden Coleurs den Kapitalismus zu zähmen und erhalten dafür mediale Unterstützung. Selbst die Kronen Zeitung entwickelt sich kurzfristig zum Kampfblatt gegen den Neoliberalismus. Zwei Jahre danach ist alles vergessen. Die Heuchler von damals sitzen entweder in der Regierung oder sie hetzen gegen AusländerInnen und rufen zum erneuten Kulturkampf.

Nur die Grünen versuchen auf Bundes- und Landesebene der wirtschaftspolitischen Veränderung das Wort zu reden. Vorschläge werden präsentiert. Für eine ökonomische Neugestaltung, für einen ökologischen Umbau, für eine Demokratisierung der Gesellschaft und vieles mehr.

Haben sie davon gehört? Haben sie davon gelesen? Hat ihr Lieblingsmedium darüber berichtet? Nein? Weshalb nicht?

„Sollen doch die Armen die Krise bezahlen“ titelte ich vor mehr als einem Jahr in einem Blogbeitrag als deutlich wurde, dass alles bleibt wie es ist. Raiffeisen hat die ÖVP wieder fest im Griff. Die leeren Worthülsen der SPÖ sind längst wieder dem Altar der Macht geopfert. Selbst di e FPÖ kehrt zurück zu ihren üblichen Sündenböcken. Reiche und Superreiche haben nichts mehr zu befürchten. Ihre drei Systemparteien spuren wieder.

Ein kurzer Blick auf Österreichs Medienlandschaft

Der ORF steckt wie zu seinen schlimmsten Zeiten im Würgegriff von Rot und Schwarz und hofiert gleichzeitig Strache als Kasperl der Innenpolitik. Große Printmedien gehören Raiffeisen und einigen anderen Großkonzernen oder stehen im Naheverhältnis der SPÖ. Zusätzlich kaufen sich Bundes- und Landesregierungen mit Inseraten mediale Willfährigkeit.

Kaum eine Berufsgruppe steht so unter Druck wie JournalistInnen. Ständig auf der Suche nach „G’schichten“. Zum Recherchieren bleibt kaum Zeit. Dafür müssen sie „einfach“ sein. Sie sollen Emotionen wecken – und vor allem eins: die Auflage steigern.

Volksverdummung statt Aufklärung. sex & crime statt politischer Bildung. Verkauft sich besser und verändert nichts – ganz im Sinne der Eigentümer.

Da stört es auch nicht, wenn dieselben die nach Grüner Erneuerung rufen, von Streit und Chaos sprechen für den Fall, dass diese stattfindet.

Da stört es auch nicht, wenn dieselben die sich eigenständig denkende Menschen ohne absoluten Parteigehorsam als Mandatare wünschen, dann von Spaltung sprechen, wenn der eine oder andere mit einer getroffenen Entscheidung unzufrieden ist und geht.

Da stört es auch nicht, wenn dieselben die den Grünen inhaltsleere vorwerfen, dafür verantwortlich sind, dass ihre eigenen Medien Grüne Inhalte gerne verschweigen.

Was in der Politik ein „no-go“ ist, spielt bei Medien keine Rolle: Widersprüchlichkeit.

Ein Bärendienst für die Demokratie

Bei den Grünen wird noch gewählt. Wirklich gewählt. Die Spielregeln sind allen gleichermaßen bekannt. Und es ist das Wesen einer demokratischen Wahl, das es am Ende Gewinner und Verlierer gibt. Und Niederlagen können kränken.

Ja – auch Grüne haben menschliche Schwächen (wahrscheinlich jede/r Einzelne von uns). Und manchmal gibt es ähnlich einer gescheiterten Beziehung keine Kompromisse mehr sondern lediglich die Möglichkeit der Trennung.

Wenn Medien daraus Führungsschwäche konstatieren leisten sie der Demokratie einen Bärendienst. Und es zeigt von Unkenntnis Grüner Grundwerte. Denn gelebte Demokratie und autoritäre Führung sind unvereinbar. Da verwundert es auch nicht, dass kein einziger Journalist auf die Idee kommt zu hinterfragen, weshalb der Parteisekretär der SPÖ einfach Bundesratsmandate versprechen kann.

Cui bono? – Nachdenken bringt’s

Ganz gleich ob sie Vorstellungen und Inhalte der Grünen teilen. Es liegt im Interesse der Herrschenden, dass die Bevölkerung nicht all zu viel über Alternativen nachdenkt. Daran sollten sie denken bevor sie alles was sie lesen oder hören für bare Münze nehmen. Gerade wenn’s um die Grünen geht.

PS.: Wirklich lesenswert zu dieser Thematik gebloggt haben Georg Günsberg und Franz Joseph.

Advertisements

32 Antworten zu “Nachdenken bringt‘s

  1. Sehr geehrter Hr. Margulies,

    Ich teile grundsätzlich Ihre Sichtweise über die nachteilige Berichterstattung der Medien über die Grünen.

    Es ist allerdings ein verhängnisvoller Irrtum, die Ursache der grünen Wahlniederlagen auf die Medien abzuschieben. Die ist hausgemacht. Und das wird von der Leitung der Grünen konsequent negiert. Peter Pilz hat – ich glaube nach der Nationalratswahl – eine Ursachenforschung für die extrem enttäuschenden Wahlergebnisse der Grünen gefordert. Das wurde nie durchgeführt. Statt dessen wurde ein seltsamer Zukunftskongress abgefeiert, an dem – wie nur in demokratischen Volksrepubliken üblich – sogar vorgegeben war, über welche Themen man sprechen durfte.

    Es ist unübersehbar, dass Fr Glawischnig eigenhändig viele Grün-WählerInnen vertreiben hat. Mit einer sozialen Kompetenz von gusenbauerischen Ausmaßen setzt sie stur und beratungsresistent ihren Egotrip fort. Fr. Lunacek war bei den Europa-Wahlen eine einzige Katastrophe – dies wurde von den Grünen (zumindest offiziell) vollkommen negiert.

    Wenn man den Grünen kritische Mitteilungen schickt, bekommt man belehrendes Gewäsch zur Antwort, warum alles ohnehin so supi ist, was die Grünen machen – wie man ÖVP und SPÖ nicht besser könnten. Besonders verheerend ist die zunehmende Einigelung mit der Argumentation, dass die ÖsterreicherInnen zu dumm sind, um die Grünen zu wählen.

    Besonders lächerlich ist es, wenn die Grünen sich als „Bollwerk gegen rechts“ hochjubeln, während die FPÖ sie locker nach Belieben um Längen abhängt.

    Ich war Grüner der ersten Stunde, war bei Zwentendorf aktiv etc. – und ich habe (hoffentlich vorübergehend) aufgehört, die Grünen zu wählen. Ich will nicht dazu beitragen, dass durch unverdiente Wahlerfolge der dringend notwendige Erneuerungsprozess bei den Grünen unterbleibt und der spießbürgerliche Bobo-Trend fortgesetzt wird.

    Österreich würde eine echte grüne Partei so dringend brauchen, wie nie zuvor. Ich hoffe, dass irgendwann einmal das dringenst notwendige „back-to-the-roots“ stattfindet, und die Grünen wieder wählbar werden.

    PS.: Fr. Glawischnig wünsche ich, dass sie endlich ihr Lokal in der Nähe ihrer Wohnung gefunden hat, wo sie Sonntags mit ihren Kiddies ohne das kleinste Rauch-Molekülchen nach Herzenslust schmausen kann. Das war ja ja offensichtlich ihr oberstes politisches Ziel seit Amtsantritt. Sie sollte vielleicht eine gerichtliche Verfügung erlassen, dass pöhse Raucher 1.o00 Meter von ihr und ihren Familienangehörigen Abstand halten müssen.

    • Schade – ich verstehe nicht und moechte wissen was es heisst?: „und ich habe (hoffentlich vorübergehend) aufgehört, die Grünen zu wählen. Ich will nicht dazu beitragen, dass durch unverdiente Wahlerfolge der dringend notwendige Erneuerungsprozess bei den Grünen unterbleibt und der spießbürgerliche Bobo-Trend fortgesetzt wird.“
      Waehlen sie dann gar nicht, halte ic hin einerdemokratie nicht fuer gescheit, waehlen sie dann fpoe, weil die uns um laengen abgehaengt haben in der antirassismuspolitik (wobei, was heisst das? Abgehaengt? Weil jedes mal wieder eine schraube mehr gedreht, um menschen noch mehr zu diskriminieren?). Ich kann ihren standpunkt ueberhaupt nicht verstehen, bin natuelich als kandidat der gruenen, der seit vielen jahren in der zivilgesellscahft aktiv ist, zur ueberzeugung gekommen: Nein, nicht auf die medien schieben ,aber realistisch beobachten. Und: nein, die bevoelkerung ist nicht zu dumm fuer die gruenen, aber wenn menschen wie sie zur ueberzeugung gelangen „strafweise“ nicht gruen zu waehlen, weil eva glawischnig-piesczek fuer raucherInnenfreie lokale eintritt, und das auch sagt, na dann moechte ich wissen, welche resultate erwartet werden.
      Ich bin gruener der ersten stunde – zwentendorf, hainburg und zeltweg sind keine fremdwoerter fuer mich, aber eben auch nicht solidaritaet und gewissen, und die hoffnung, doch etwas veraendern zu koennen – gestaerkt und nicht geschwaecht.

    • Danke ich stimme dir voll zu, von Schennach bin ich total enttäuscht – ein richtiger Überläufer-Arsch !

      jetzt wo die SPÖ die gesamte Grüne Wahlkampfstrategie kennt, sollten die Grünen sich noch mehr ins Zeug legen, und der SPÖ das Kreuz brechen !
      „Trojanisches Pferd“

      -> Alles genau übgekehrt machen als Schennach es verraten hat

      By the way: Schennach war ein Totalversagen, und das Ihr Ihn los seit !

  2. „wie man ÖVP und SPÖ nicht besser könnten“

    Korrektur :

    … wie es ÖVP- und SPÖ-Parteizentralen nicht „besser“ könnten.

  3. Hallo Martin,

    sehr kluger, hintergründiger kommentar, find ich. ich hab in eine ähnliche richtung geschrieben, allerdings das offengelassen, was du jetzt auf die abhängigkeit der medien von den großen kapitalistischen playern schiebst (http://querschrift.wordpress.com/2010/08/26/wie-gefahrlich-sind-die-wiener-grunen/).

    kommt man, glaubst du, aus dem dilemma irgendwie anders raus, als indem man die „alten“ medien ausbootet und seine direkte wählerInnenkommunikation ausbaut?

    • @paul – am ausbau der direkten wählerInnenkommunikation führt kein weg vorbei. dennoch glaube ich nicht an das ausbooten können der „alten“ medien. somit bleibt uns nichts anderes übrig als darüber nachzudenken, wie wir zukünftig besser damit umgehen ohne gleichzeitig korrumpiert zu werden.

      anders gesagt: besser wäre es die spielregeln zu verändern. doch falls dies nicht gelingt besteht immer noch die möglichkeit das spiel besser zu erlernen.

  4. Ich beziehe mich jetzt nur auf den Wechsel des Herrn Schennach zur Wiener SPÖ. Ein immer deutlicher zu Tage tretendes Problem der Grünen ist die personelle Verkrustung. Allein der Umstand dass dieser Herr fünfmal gewählt wurde ist schon Alarmsignal. Jetzt ist er halt abgewählt worden und hat nichts Besseres zu tun als sich einer anderen Partei anzudienen. Parteiwechsel mögen bei Winston Churchill funktioniert haben, da bin ich bei diesem Herrn aber skeptisch; dieses Format wird er wahrscheinlich nicht erreichen. Diese personellen Wechsel sind in allen grünen Fraktionen längst überfällig. Diese sogenannten „Alt-Grünen“ meinen so gut wie immer die „Grünen“ wären ihre Partei, die sich qausi im eigenen Besitz haben. Wähler sind für diese Herrschaften schon längst völlig uninteressant. Bitte dem Herrn Schennach keine Träne nachweinen; es ist möglich und höchst an der Zeit das „andere Personen“, die sich in dieser Partei bewegen, Mandate erhalten – wenn sie gewählt werden.

  5. Du hast keine Ahnung von den Fähigkeiten des Herrn Schennach. Ich kann Novalis nur recht geben. Ich habe viele Jahre die Grünen gewählt. Die Aussage einiger Bezirksräte im 1sten, dass wahrscheinlich nur gscheite u. gebildete Menschen die Grünen wählen, hat mir schon nach der letzten Wahl gestunken. aber nachdem ich eh nicht so gscheit bin, wird ihnen meine Stimme bei der diejährigen Wahl ohnehin nicht abgehen.
    Die Grünen sind zu einer Partei mutiert, der es nicht mehr um die Sache (Umwelt, Nachhaltigkeit) geht, sondern wo sich Mandadare nur noch um die eigenen Befindlichkeiten und ihre Selbstdarstellung kümmern. Und was sie überhaupt nicht beherrschen – konstruktive Selbstkritik.

  6. Zusatz zu Medienproblematik: Den Grünen fehlt in diesem Zusammenhang nach wie vor jede Professionalität. Einfach darauf zu warten dass Medien langatmige Konzepte übernehmen und diese einfach publizieren ist so naiv das es schon erschreckend ist. Seit 25 Jahren sind die Grünen im steirischen Landtag, deren Pressesprecher – wenn es so einen überhaupt gibt – ist den Medienvertretern der Steiermark do gut wie unbekannt. Wenn ich schon Themen platzieren will, muss ich halt die Spielweisen der Medienleute erkennen und mitspielen. Natürlich brauchst es persönliche Kontakte zu den Journalisten, Chefredakteuren und Geschäftsführern der Medien – vor allen im Printbereich.

    Telefonieren, Essen, Kaffee, Veranstaltungen besuchen, und dass in großer Dichte und regelmäßig. Selbst vor der Wahl gibt’s da nix. Im Elfenbeinturm sitzen und warten; diesen Fehler kann man ja am Anfang mal machen, aber wer nach einem Vierteljahrzehnt (siehe Steiermark) kein vernünftiges Mediennetz aufgebaut soll bitte nicht Jammern sondern Konsequenzen ziehen. Dieses ewige – die Medien bringen dies nicht, bringen das nicht – ist schon sehr verbraucht und hängt halt mit der Abgehobenheit der Funktionäre zusammen.

  7. Sehr, sehr gut geschrieben.

    In deinem Punkt „Volksverdummung statt Aufklärung“ seh ich aber halt unser großes Dilemma: Oft scheinen die Grünen den (hehren) Anspruch zu haben, die politische Bildung selbst übernehmen zu wollen, wenn der Staat/die Medien etc. diese Aufgabe nicht wahrnehmen. Dann ist man abgehoben, oberlehrerhaft und akademisch.
    Oder man versucht, die Art der politischen Kommunikation herunterzubrechen und zu vereinfachen, dann ist man platt, populistisch und läßt die allerwichtigsten Details aus.
    Was tun?

    Ich persönlich finde ja, dass Populismus per se nix Böses ist und dass man diese Schiene ruhig einmal ausprobieren kann. Da müssen allerdings unsere (Alt-)PolitikerInnen noch viel lernen…

  8. Tötet den Boten. Bei HC Strache sind auch immer die bösen Medien schuld

    • Die schöne Welt des Gerald Bäck:

      Freie und unabhängige (österreichische) Medien (Boten) berichten objektiv und sicher nie einseitig über die Vorkommnisse in der Politik.

      Nachdenken bringts.

  9. “ … Waehlen sie dann gar nicht, halte ich hin einerdemokratie nicht fuer gescheit, waehlen sie dann fpoe, weil die uns um laengen abgehaengt haben in der antirassismuspolitik (wobei, was heisst das ? Abgehaengt ? … wenn menschen wie sie zur ueberzeugung gelangen „strafweise“ nicht gruen zu waehlen, weil eva glawischnig-piesczek fuer raucherInnenfreie lokale eintritt, und das auch sagt, na dann moechte ich wissen, welche resultate erwartet werden. … “

    – Grundsätzlich habe ich mich sehr klar ausgedrückt. Wie Sie auf die Idee kommen, dass ich FPÖ wählen könnte, ist mir schleierhaft. Ich bin in einer Demokratie nicht gezwungen, zwischen Pest und Cholera zu wählen – ich kann auch demonstrieren, dass ich beides nicht will.

    – Was das heißt, dass die FPÖ die Grünen abhängt ??? Das verstehen Sie nicht ??? Schauen Sie sich bitte einfach die Wahlergebnisse an, um wieviel Stimmen und Mandate die FPÖ (trotz Abspaltung des BZÖ) mehr lukriert. („Jemanden abhängen“ heißt „jemanden weit hinter sich lassen“.)

    – Ich habe nicht davon gesprochen, dass ich die Grünen „strafweise“ nicht wähle (was ist denn das für ein Denken – jemanden zu bestrafen) – sondern weil ich sie so, wie sie seit Fr. Glawischnigs Inthronisierung agiert, als nicht mehr vertrauenswürdig und für mich wählbar halte. (Das war ja eher ein Putsch von oben denn eine demokratische Wahl – als Van Der Bellen völlig überraschend zurücktrat und gleichzeitig Fr. Glawischnig als seine Wunschnachfolgerin präsentiert hat. Bei der Überrumpelung gab es keine Möglichkeit, dass sich andere und bessere Kandidaten präsentieren hätten können) .

    Fr. Glawischnig hat sich nicht „für rauchfreie Lokale“ eingesetzt – sondern eine neoliberale Raucherhatz a la USA abgezogen. Abgesehen davon ist sie bei JEDEM medialen Auftritt ein Ärgernis. (Hektisch, unverständlich, intolerant, rechthaberisch.) Aber das ist in unzähligen Postings zu ihren Auftritten ohnehin nachzulesen.

    – Die Grünen werden sich von der Hoffnung verabschieden müssen, dass sie von kritischen und umweltbewussten Menschen gewählt werden – wurscht was sie aufführen. Vor allem : wenn sie keine „Grünen“ mehr sind, sondern sich nur mehr so nennen.

    Auf den wichtigsten Punkt sind Sie übrigens nicht eingegangen (welch ein Zufall) : dass die Grünen endlich aufhören sollen, die Schuld für ihre Wahlpleiten immer bei anderen zu suchen. Sondern sich endlich zu schonungsloser und ehrlicher Selbstkritik und Ursachenforschung aufzuraffen – und dann die notwendigen Konsequenzen zu ziehen (auch personell).

    Ich habe allerdings den Eindruck, dass ich bei Ihnen genauso abpralle wie beim Sekretariat der Grünen und Sie genauso die Situation schön reden und die katastrophale Situation der Grünen nicht wahrhaben wollen.

    Wenn Kritik im Gespräch nicht ernst genommen wird, bleibt als letzte Möglichkeit die Kritik an der Wahlurne. Und die wird von vielen Grün-Überzeugten offenbar zunehmend wahrgenommen.

    • Auf Fragen nicht eingehen ist ein Grundmerkmal politischer Mandatare, auch dabei unterscheiden sich die Grünen nicht mehr von ihren politischen Mitbewerbern. Und beim Argument, wenn Sympathisanten nicht mehr Grün wählen stärken sie damit nur das rechte Lager, kommt wir schon das Gähnen. Heute lese ich in der Kleinen Zeitung folgendes zu Schennach. „Dass er nicht wieder aufgestellt worden ist, sei die schmerzvollste Erfahrung seines politischen Lebens gewesen, das der 54-Jährige seit 23 Jahren bei den Grünen verbrachte. Politische Leistungen müssen honoriert werden, sonst werde die politische Existenz zur Lotterie“. Diese Einstellung ist schicht ein Wahnsinn und bei den Grünen Alt-Funktionären gang und gebe. Ich bin auch nicht mehr bereit die politische Existenz dieser Personen über Jahrzehnte mit meiner Wählerstimme zu unterstützen.

  10. Kommentar zu den personellen Querelen:
    wir Grünen haben einen einzigartigen Vorteil gegenüber allen anderen Parteien: wir sind nicht korrupt. Das bringt mit sich, dass gestritten und nicht gemauschelt wird. Wenn ein Marktforscher die Situation als katastrophal bezeichnet, so ist das eben seine Meinung, aber nicht die Realität. Konsequenz und Stärke kann jeder von uns unabhängig von Medienmeinungen zeigen. Wenn Herr Schennach die Wahl-Kommunikation für die Grünen noch gemacht hat, dann frage ich mich allerdings: wo sind die 5 überzeugenden Argumente für das Grün-Wählen, die in jedem öffentlichen Auftritt formuliert werden? Spätestens jetzt müssen sie auf den Tisch und konsequent duchgetragen werden!

    • Streitkultur zu Themen, wunderbar. Aber in diesem Fall, und dieser ist bei weitem kein Einzelner, geht es um den Machtverlust, den viele in dieser Partei schlicht nicht hinnehmen können. Warum diese Herrschaften über 20 Jahre politische Ämter innehaben, in jedem Bundesland derselbe Zirkus, wird nie konkret beantwortet. Das hat mit Korruption überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein Festklammern an Posten und Funktionen. Und selbstverständlich wir dass von den Medien aufgeschnappt, diese werden ja auch instrumentalisiert um diese Sesselkleber endlich loszuwerden.

  11. „Wenn ein Marktforscher die Situation als katastrophal bezeichnet, so ist das eben seine Meinung, aber nicht die Realität.“

    Das ist auch ein relativ neuer Trend bei den Grünen, dass kritische Stimmen sofort diffamiert werden.

    Ich bin kein Marktforscher. Und es IST eine Katastrophe, wenn die Grünen in einer Zeit, in der Korruption und Misswirtschaft offensichtlich sind wie noch nie, als ehemalige Protestpartei nicht den geringsten Stimmenzuwachs bekommen und in der prozentualen Bedeutungslosigkeit dahindümpeln

  12. ich finde es ehrlich gesagt ziemlich billig, den medien die verantwortung für die internen konflikte zu geben. klar ist die logik der medienwelt problematisch. aber das trifft die grünen nicht anders als alle anderen parteien. besonders „nachgedacht“ finde ich diese analyse nicht.

  13. das problem liegt für mich ganz woanders.

    wenn es den grünen gelungen wäre, menschen in wien und österreich für eine vision und die schritte auf dem weg dahin zu begeistern, wäre es nicht relevant, was einzelne funktionäre tun, was medien schreiben. da das nicht gelungen ist (durch selbstbezogenheit und v.a. fehlende – intellektuelle – offenheit), bleibt ein diffuses grünes lifestyle-gefühl über, wohlfühl-politik, niemandem wird etwas zugemutet.

    genau hier sind die aktuellen vorgänge so fatal wirksam. es bleibt nämlich nicht nur hängen: „die grünen streiten“, sondern die auf-sich-selbst-bezogenheit eines großteils des sog. „grünen projekts“ stellt sich bloß. es bleibt über, die grünen akzeptieren keine niederlagen, sondern gründen eigene listen. ganz unabhängig von den konkreten ursachen und vorhängen offenbaren sich nackte grüne kaiserinnen und kaiser. diese metalität überträgt sich auf alle beteiligten grüne – das ständig behauptete „wir sind anders“ oder gar „wir sind bessere menschen“ führt sich ad absurdum.

    die grünen folgen keiner verbindenden idee mehr, die sie im laufe von bald dreissig jahren immer wieder neu justiert hätten. die grünen genügen sich selbst. das tut weh, und enttäuschung über menschen, bewegungen, denen man vertraut hat, hoffnung entgegen gebracht hat, macht wütend und resigniert.

    in meinem bekanntenkreis wenden sich die menschen seit jahren von den grünen ab, es bleibt das motiv des „kleineren übels“. für viele junge sind die grünen „wie alle anderen“. es reicht nicht, für sich selbst politik zu machen. ich ganz persönlich spüre nicht wirklich, dass die grünen für mich politik machen wollen. wenig im konkreten, wenig im kulturellen. das macht traurig, weil nicht erkennbar ist, dass irgendwer innerhalb der partei das verstehen will.

    conclusio für mich: die grünen haben als „partei der zukunft“ abgedankt. sie und ihre maßgeblichen mitstreiter genügen sich selbst. das ist zuwenig, um a) wirklich etwas zu verändern, und b) andere nachhaltig zu begeistern.

    die veränderungen der gesellschaft finden anderswo statt, mit anderen protagonisten. die grünen haben schon angesichts der vorwahlinitiative im letzten sommer gezeigt, dass sie nicht verstehen wollen.

    (die grünen menschen sind – no na – nicht alle gleich, ich will nur den trend beschreiben. im persönlichen gespräch klingt vieles selbstkritischer und reflektierter. die außenwirkung ist aber wie beschrieben.)

  14. Das Problem ist, dass die Grünen keine Versorgungsposten haben, mit welchen Sie wohlverdiente Funktionäre das Ausscheiden schmackhaft machen können.

    Meines Erachtens sollten (wieder?! – bin auch schon lange dabei) klare Regeln für die Ämter und Funktionen gelten. Also z.B. nach 3 Legislaturperioden ist auf jeden Fall Schluß. Darauf kann sich der Mandatar einstellen und in Ruhe seine weitere Lebens/Karriereplanung abstellen (und nicht 1 Monat vor der Wahl die Partei wechseln!) und auch die Partei hat genügend Zeit die Nachfolge gut aufzubauen.
    Wenn die Wohlverdienten nie freiwillig und geordnet Platz machen, wie sollen dann jemals Junge nachrücken?!

  15. Pingback: vielleicht ungewoehnlich – aber mir heute ein beduerfnis « niki kunrath

  16. Kurz gesagt : die Funktionsweise von Medien sind seit langem bekannt. Wenn die Grünen nicht gelernt haben, damit umzugehen, und immer nur – wie auch die anderen Parteien – herumjammern, wie schlecht die Medien sie behandeln, ist das reinster Dilettantismus.

    Die Grünen der ersten Stunde hatten die Medien wirklich gegen sich. Und sie haben es trotzdem verstanden, ihr Anliegen zu vermitteln. Aber da war auch noch echtes Engagement da – werden die jetzigen Grünen sehr satt und ohne Feuer wirken.

    Fr. Glawischnig zB. hat meines Wissens Kontakte mit der Bevölkerung dezidiert ausgeschlossen, weil sie dafür angeblich wegen der Familie keine Zeit habe. So geht’s halt nicht. Wer den Kontakt zur Bevölkerung verliert, verliert auch die Wähler.

    • Deinem ersten Absatz kann ich ja grundsätzlich zustimmen, aber:
      Bzgl. den „Grünen der ersten Stunde“ scheint mir eher das Gegenteil der Fall zu sein (wobei ich zugeben muß, daß ich diese Zeit nur aus Kindheitserinnerungen bzw. Archivinformationen rekonstruieren kann).
      Grade zu Zeiten Hainburgs hatten sie DAS Massenmedium Österreichs schlechthin hinter sich, mit Leuten wie Nenning auf ihrer Seite.
      Vielleicht könnten sie aus dieser Zeit könnten noch was lernen.

  17. warum sind die grünen gegen eine fußgängerzone mariahilferstraße? und warum gabs so gut wie keine mobilisierung für die city-maut volksbefragung? sind das keine grünen themen mehr?? was eure „personalprobleme“ angeht: ich glaube, dass die Vertretung von Interessen eine starke Organisation braucht, wer das nicht versteht, hats in der Politik nicht leicht q.e.d.. noch zu glawischnig: habts ihr keine beraterInnen? wenn doch, müssten die doch euch was zahlen! ich find sie super, aber wie kann man denn im fernsehen so schnell sprechen? irgendwer hat – auch im tv – gesagt, dass das unsicherheit signalisiert! außerdem werden viele nicht mitkommen! kann man das langsame sprechen nicht trainieren? oder gibts umfragen die meine befürchtungen widerlegen? (ich wills hoffen!)

  18. Lieber Martin!

    Also die Medienberichterstattung ist das eine, das Zustandsbild das die Grünen abgeben ein anderes. Ich habe bereits vor zwei Jahren gewarnt, daß sich Grüne spaöten könnten. Nun ist es aus Befindlichkeitsgründen geschehen und nicht aus inhaltlichen Gründen.
    Also gewählt wird bei den Grünen schon, nur haben die Grünen ein Wahlmodell entwickelt, das auf Grund der Ausdünnung der Basis und des Seilschaftensystems nur mehr bedingt offen ist.
    Das im Falter angesprochene Berufspolitikerproblem das die Grünen haben, das viele nie etwas anderes gemacht haben an der Spitze der Partei ist schon bedenklich. Da sunterscheidet die Grünen kaum noch von anderen Parteien. Nach zwei Jahren Grüninterner Arbeit in OÖ kann ich nur sagen, das ist eine Scheindemokratie, die die bei den Grünen spielen. Posten sind auf Jahre besetzt und Spitzenleute machen sich inhaltliche Diskussionen untereinander aus. Die Basis wird als lästig,w enn nicht sogar als Belastung empfunden.
    Da kann ich nur sagen, das ist das größere Problem,d as die Grünen haben, als die Medienberichterstattung. Und ich denke eine Partei kriegt immer die berichterestattung, die sie verdient. Die Grünen sind eien etablierte Partei, und wird auch als solche wahrgenommen. Manche Spitzenfunktionäre benehmen sich, das einem das Kotzen kommt und dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn die Medien über ihre innovationslosigkeit lachen.

    Lg
    Raimund

  19. Also das Mit den Seilschaften ist zwar ärgerlich aber

    1) ist das in allen Parteien und auch weniger bedeutenden Vereinen leider so und
    2) ist das bei den Grünen auch nix Neues.

    Den Wahlmodus kennt jedeR und kann dementsprechend handeln.

    Natürlich kann ich mich nach der „puren und reinen“ Lehre sehen, aber dann besteht halt die Gefahr, sich in immer kleinere Kleingruppen aufzuspalten.

    Trotzdem wäre ein „erwachseneres“ Umgehen mit den Konflikten von beiden Seiten wünschenswert.

    Und ich werde die Grünen weiterhin wählen.

    • Du irrst. Es gibt verschiekden Wahlmodi. Ich habe im Achten Bezirks vorgeschlagen, bei der internen Listenwahl ab dem Platz 5 das Blockwahlsystem anzuwenden, wie auch auf den Wiener Landesversammlung üblich. Da haben Minderheiten eine Chance und es kommt zur „Durchmischung“ der Liste.
      Der Wiener Wahlkampfleiter forderte aber eine homegene Liste und mein Antrag ging nicht durch. Dann hatte er die homogene Liste, aber die andere Fraktion,40% der Wahlberechtigten keine einzigen ihrer Kandidaten durch, auch nicht ganz hinten……….
      Außderdem gibt es einen wichtigen Unterschied zur berühmten Gremialarbeit in der GRAS. Von der Uni gehen die StudentInnennach dem Studium ab, in einem kleinen Bezirk, wie der Josefstadt, hat sich herumgesprochen, dass seit einem Jahrzeht ein Machtkampf zwischen den ehemaligen GRAS-MandatarInnen und den eingessenen BürgerInnen tobt.
      Die BürgerInnen hatten meistens das Nachsehn ….da ohne Seilschaft ins Rathaus oder den Vorstand.
      Da wächst der Unmut bis zur kritischen Masse, das war einer der Gründe für die Spaltung

      Liebe Grüße Ich bleibe Grün.

      Ingrid Gurtner

  20. Lieber Martin!

    Ich bin eine Grüne der ersten Stunde mit Bekanntheitsgrad gegen Null. Für´s lange Enttäuschtsein, zur wahl nicht mehr zugelassen zu sein (im 8.Bezirk) bin ich zu alt. Nach einem Jahrzeht Bezirkspolitik können andere die arbeit übernehmen.
    Was mich so schreckt, ist dr Umgang mit dem Vehikel BAsidemokratie. Vor eionem ViertelJ ahrhunder thaben wir uns darunter viel Diskussion mit der Bevölkerung vor Ort vorgestellt. jetz wurden während des Wahlvorgangs Zettle an die Uninformierten verteilt, wen sie wählen sollten.
    Nach der Wahl agiert der Neue Spitzenkandidat gekonnt an der Geschäftsordnung vorbei , und man belächelt zynisch meine Meinung sich in einer Krisensituation auf die gemeiname Geschäftsornung zu halten.
    Diese Haltung gegenüber Demokratie hat mich dazu veranlasst, bie der Spaltung mitzutun und ich habe dies auch em Neuen Kandidaten persönlich mitgeteilt.
    Du nennst das flapsig „Befindlichkeit“. Ich bin dafür, Basidemokratie genauer zu formulieren und wie Mary V.jetzt vorschlägt, mit der Gesamtpartei gemeinsam wichtige personelle Entscheidungen, die über den Bezirk hinausstrahlen, zu fällen.
    Das ist viel vernünftiger, als auf Teufel komm raus zu mobilisieren, damit Uninformierte Entscheidungen treffen, deren Tragweite sie weder überlegen können noch vertreten müssen.

    Liebe Grüße, Ich bleibe Grün

  21. Lieber Martin Margulies!

    Wir kennen uns auch „a bisserl“, ich bin in der Grünen Wirtschaft und Du hast schon einmal (gemeinsam mit Maria Vassilakou) einen Stammtisch von uns im „Blue Tomato“ besucht und beide habt ihr auch zugehört, was uns kleinen Gewerbetreibenden alles so beschäftigt.
    Ich hoffe, Deine und die Arbeit der anderen bewirkt noch was, Schennach ist für mich ein absoluter Hochverräter.
    Jedenfalls fürchte ich, dass alles, was über 10 % liegt, schon Grund für Freude sein darf, grüne Anliegen sind von Natur aus schwerer zu kommunizieren, da die Menschen lieber schlichte Parolen lieben.
    Sollte damit wieder – ich erwarte es – die Roten eine Absolute erlangen, könnten wenigstens grün-rote Projekte realisiert werden, sollte wieder – wie 1996 – 2001 rot-schwarz kommen, so wird es noch schlimmer, als damals: die Kammerpräsidentin Jank lässt schlimmstes befürchten
    Dazu fällt mir noch die dilettantische Kampagne (zumindest auf Radio Arabella gehört) ein“Freier, Du hast es in der Hand“. Ha Ha Ha, welcher Besucher einschlägiger Etablissements wird fragen, ob die Gunstgewerbe-Dame einem Frauenhändler zum Opfer gefallen ist?
    Es ist zu befürchten, dass die Politik in Wien sich weitere 5 Jahre nicht bewegen wird, einziger Trost: im August 1968 wusste in Prag auch niemand, dass 1989 die Befreiung folgte….

  22. Dass sich Blaue und Grüne von den Medien schlecht behandelt fühlen, ist schon interessant. Ich vermute da eher Kommunikationsprobleme – beide Parteien haben da auch in den eigenen Reihen Schwierigkeiten. Seltsame Parallelen und Gemeinsamkeiten bei so unterschiedlichen Gesellschaftsentwürfen.

  23. Hallo,

    ich kann dieses Selbstmitleid nicht mehr hören – Sie sind offensichtlich (leider) einer jener Grünen, die 1.) glauben die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und 2.) am liebsten eine tägliche Grüne Parteizeitung hätten, die alle Österreicherinnen und Österreicher zwangsverpflichtet lesen müssen. Hui, die bösen Medien schreiben nicht jede Presseaussendung von Ihnen ab? Machen sich eigene Gedanken? Sehen die Welt anders als Sie? Und dass, obwohl 30 % aller Journalistinnen und Journalisten Grün wählen – wodurch die Grünen Nummer eins in dieser Branche sind?

    Sie machen es sich wirklich leicht. Dabei können Sie einem eigentlich leid tun, denn wer so viel Frust und MIssgunst in sich trägt, ist eigentlich zu bemitleiden.

    Mfg

  24. Haben sie davon gehört? Haben sie davon gelesen? Hat ihr Lieblingsmedium darüber berichtet? Nein? Weshalb nicht?

    Was mich ärgert sind Behauptungen, die nicht belegt werden. Also: Wo und wann wurden die Grünen in der medialen Berichterstattung benachteiligt, und über die Programme welcher Parteien wurde ausführlich(er) berichtet?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s